Saisonrückblick 2017

Nachdem die letzte Fotoreise für dieses Jahr abgeschlossen ist und das neue Fotoreisen Programm für 2018 steht, bleibt endlich Zeit für einen kleinen Saisonrückblick.
Es war eine gute Saison und die 3 Reisen in Assynt, Torridon und auf der Insel Skye waren sehr verschieden. Genossen habe ich sie alle. Vielen Dank an Christine, Esther und Christina, unsere Köchinnen und natürlich an alle Teilnehmer, die die Saison möglich gemacht haben. Es war schön Euch kennenzulernen bzw. wieder zu sehen und Euch meine Wahlheimat fotografisch näher zu bringen. 

ASSYNT

Den Auftakt machte Anfang Mai die Assynt Reise. Was soll ich sagen, ich kam braungebrannt wieder nach Hause und das Wetter zeigte sich so ziemlich die ganze Woche von seiner schönsten Seite. Der Seele tat das natürlich ausgesprochen gut, nach ein paar Tagen vermissten wir allerdings die Wolken und manchmal hätten wir uns etwas mehr Atmosphäre gewünscht in dieser dramatischen Landschaft. Am zweiten oder dritten Tag sahen wir aus der Ferne Rauchfahnen bei Suilven und stellten fest, dass tatsächlich ein großflächiger Heidebrand im Gange war, der von unachtsamen Anglern verursacht worden war. Das Feuer brannte über mehrere Tage, denn das vertrocknete Gras und alte Heidekraut war perfekter Zunder und erst als wir am letzten Tag immer noch in strahlendem Sonnenschein Stac Pollaidh bestiegen, konnten wir das Ausmaß des Brandes sehen. Die Heide wird sich wieder erholen, für die vielen Bodenbrüter war das allerdings eine Katastrophe und es bleibt nur zu betonen wie vorsichtig man mit Feuer umgehen muss, selbst in dieser nassen Moorlandschaft.
Parliament Haus, wo uns Christine kulinarisch verwöhnte, und den Blick auf die Summer Isles und unseren kleinen Privatstrand haben wir sehr genossen und ich vermisse ihn jetzt schon, denn nächstes Jahr gönne ich der Assynt Reise eine kleine Pause um Platz für 2 neue Reisen zu machen. Die Assynt Fotoreise wird in der Zukunft aber sicher wieder mit dabei sein.

 

TORRIDON

Die Torridon Reise fand dieses Jahr Ende September statt und der Herbst war im Anzug. Die Farne schillerten in allen Farben von Grün, Gelb bis Rostrot. Die Birken waren Gelb meliert und die Landschaft sang den Schwanengesang vom Sommer und begrüßte die Farbexplosion des Herbstes. Wettermäßig begann die Reise eher wechselhaft mit Schauern und wabernden Wolkenbänken. Perfekt für uns Fotografen also. Besonders in Erinnerung bleibt mir der Sonnenaufgang an Loch Clair am 2. Tag als wir nicht lange nach unserer Ankunft durch einen Schauer wieder zum Auto getrieben wurden, uns dann aber nach 15 Minuten entschlossen, es noch einmal zu probieren, weil es aussah, als ob es trocken werden würde. Und wir wurden belohnt! Der See war spiegelglatt und als die Sonne über den Berg kam, zogen auch die Wolken in Fetzen auf und die Sonne tauchte Liathach in ein orangerotes Licht. Danach folgten mehrere schöne Tage mit viel Sonnenschein, aber auch Wolken und durch den tieferen Sonnenstand war das Licht meist weich. Ein weiterer Sonnenaufgang diesmal mit Blick auf Beinn Damh war spektakulär. Der Himmel begann tief Rot und ging allmählich ins Orange über. Als die Sonne allerdings über den Horizont kommen sollte, schoben sich Wolken davor und die Show war vorbei. Das frühe Aufstehen hatte sich allerdings gelohnt. Gegen Abend war die Sonne meist eher versteckt und ein spektakulärer Sonnenuntergang war uns diesmal nicht vergönnt. Der vorletzte Tag war der Tag der Regenbögen und die Polfilter kamen zum Einsatz. Als das Wetter gegen Mittag aufklarte, war es am Strand von Loch Maree so herrlich warm, dass wir nach dem gemütlichen Picknick eine lange Pause machten, in der die einen einfach nur das Gesicht in die Sonne streckten und die anderen weiter auf Motivsuche gingen. Für den letzten Tag war ab dem späten Morgen starker Wind und Regen angesagt. Der Sturm kam später als vorhergesagt, davor hatten wir allerdings mit das beste Licht der Woche mit dunklen Wolken über den Bergen und Sonnenflecken auf der herbstlichen Landschaft. Wir schafften es gerade noch in den Pub von Torridon, bevor sich die Himmel öffneten und konnten die Reise bei ein paar Pints ausklingen lassen. Im Haus haben wir es uns gegen Abend meist am Kaminfeuer gemütlich gemacht, nur unterbrochen von Esthers leckeren Kochkünsten.

 

ISLE OF SKYE

Neu auf Skye war dieses Jahr die Unterkunft Sconser Lodge, ein kleines, viktorianisches Hotel am Meer, das uns die Besitzer komplett für eine Woche überließen. Wie ich gehofft hatte, erwies sich die Lage als äußerst praktisch, um die doch sehr zerklüftete Insel in alle Richtungen zu erkunden und wir werden nächstes Jahr wieder dort sein.  Ein besonderer Bonus war der Otter, der uns zweimal besucht hat. Das eine Mal konnten wir ihn beim Frühstück durchs Fenster an der Anlegestelle beobachten, das zweite Mal kam er und beobachtete uns, als wir zum Sonnenaufgang vor das Haus gingen. Die Reise begann mit dem Besuch der Fairy Pools, die immer wieder stimmungsvoll vernebelt waren. Darauf folgte ein schöner Tag mit der letzten Bootsfahrt der Saison zum abgelegenen Loch Coruisg am Fuße der Cuillins. Wir hatten tolle Lichtstimmungen und sahen Robben und Hirsche. Die Rückfahrt nach Elgol war besonders schön, da die Cuillins und die Küste bei Elgol schon von der Abendsonne beleuchtet war und uns über lange Zeit ein Regenbogen begleitete. Wir kamen ca. eine Stunde vor Sonnenuntergang wieder nach Elgol und konnten gleich am Strand den Sonnenuntergang über den Cuillins fotografieren. Das Wetter war insgesamt gemischter als in Torridon, aber eher mild. An einem der zwei Regentage gingen wir zum Fotografieren zu Talisker Bay und anschließend für eine Führung in die Talisker Destillerie in Carbost. Am zweiten Regentag fuhren wir nach Neist Point, wo es genau wie vorhergesagt am frühen Nachmittag aufklarte und wir den Sonnenuntergang fotografieren konnten. Das genaue Studium der lokalen Wettervorhersage lohnt sich besonders auf einer gebirgigen Insel wie Skye, wo das Wetter an der Ost- und Westküste recht unterschiedlich sein kann. Der Sonnenaufgang bei Sligachan gelang beim zweiten Anlauf, der Pub nebenan sah uns dafür mehrmals. Wenn wir abends wieder zu Sconser Lodge zurückkehrten, hatte Christina immer schon das Feuer im Wohnzimmer brennen und auf ihr leckeres Essen freue ich mich schon wieder nächstes Jahr. Ach ja, nicht zu vergessen, der Gruppe gebührt ein besonderes Lob für ihre Matschresistenz. Matschige Stellen gibt es auf Skye durchaus und sie wurden von der gesamten Gruppe ohne Murren hingenommen.

 

In die Zukunft blickend, freue ich mich besonders auf die zwei neuen Reisen 2018 in die Northwest Highlands im Mai und die Reise nach Glencoe im November. Beide Gebiete sind fotografisch unglaublich vielfältig und ich habe nun eine wunderbare Ausrede sie noch ein paar Mal vor den Reisen zu besuchen. Es macht immer viel Spaß eine neue Reise auszuarbeiten und neue Perspektiven zu finden.
Wer nächstes Jahr mit dabei sein möchte, findet hier das neue Reiseprogramm oder kann sich direkt per email mit mir in Verbindung setzen.

 

Pin It on Pinterest

Share This